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Freitag, 10. Februar 2017

Die hinteren Längsträger (unter dem Kofferraum, Befestigung der Hinterradachse) und eine Abkantbank selber bauen




Die Längsträger (LT) sahen nicht gut aus und gelten als eine der Schwachstellen beim R4. Besonders in dem Bereich wo die Hinterradachse befestigt ist, sind zur Stabilität mehrere Bleche aufgedoppelt. Dort kriecht die Feuchtigkeit zwischen und bringt alles munter zum oxidieren.





Um mir ein Bild von dem Inneren zu machen, habe ich die Schweißpunkte aufgebohrt und den „Deckel“ abgenommen.



Sieht nicht gut aus. Aber zu retten. Ich habe mich für eine Abschnittsreparatur entschieden. Das ist aufwändig. Wenn man das Werkzeug dazu nicht hat baut man es sich, oder man nimmt die 180€ in die Hand und kauft sich einen neuen Längsträger. Ich habe mich entschieden das Werkzeug dazu zu bauen. Wird nicht mein letztes Projekt sein.

Hier nun ein paar Bilder und wenige Worte zum Bau meiner Abkantbank. Anleitungen und Anregungen findet man dazu im Netz. Mit meiner Abkantbank kann man maximal 1mm starkes Blech abkanten. Das ist für die meisten Arbeiten an Chassis und Karosserie beim R4 ausreichend.

Winkeleisen (50mm Schenkellänge, 4mm stark) erst mit Schrubscheibe und dann mit Feile geplant


Winkeleisen klemmt später das Blech auf den Flachstahl (8mm)

Dafür ist es wichtig. dass das Winkeleisen plan auf dem Flachstahl aufliegt


Das Gelenk habe ich aus Rohr(außen 14mm) und Bolzen(10mm) gemacht

Die Metallhülse drückt das Winkeleisen bündig an die Kante

M12 Innensechskant für die Klemmung, das Gewinde habe ich in den Flachstahl geschnitten



Als Hebel habe ich 1" Wasserrohr genommen. Die Muffen sind angeschweißt, das Rohr lässt sich rausdrehen. So steht die Abkantbank nicht im Weg rum wenn man sie nicht benötigt

Das Reparaturblech (1mm) für die Abschnittsreparatur des Längsträger sieht schonmal gut aus.

Weiter geht es mit einer Schablone, damit die Längsträger nach dem Einbau wieder gerade eingebaut werden können.

Samstag, 10. Dezember 2016

Motor und andere Anbauteile demontieren



Um die Schweißarbeiten am Chassis erledigen zu können wollte ich das Chassis auf Böcke stellen. Dazu musste der Motor und ein paar Anbauteile wie Drehstäbe und vordere Querlenker und Lenkgetriebe raus.



Das musste noch alles raus




Das war im Januar 2016. Meinem Hund war es zu kalt in der Werkstatt ;)



Mit einem 70x70mm Holzbalken links auf dem Schwerlastregal und rechts in einer Leiter reicht in Verbindung mit einem Kettenzug, um den Motor rauszuholen ( Kettenzug bei Amazon: https://www.amazon.de/Kettenzug-Flaschenzug-Hebezug-Kettenflaschenzug-Seilzug/dp/B00HWSNR12/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF8 )


So kann man bequem arbeiten
Im nächsten Blogeintrag geht es los mit den Längsträgern, welche unter dem Kofferraumboden liegen.

Dienstag, 8. November 2016

25 qm reichen!

Lange habe ich gesucht und das obwohl meine Ansprüche nicht besonders groß waren. Im Januar diesen Jahres habe ich eine Werkstatt gemietet und bin dorthin umgezogen

Passenderweise habe ich zeitgleich günstig eine ganze Reihe an Werkzeugen, Werkbank und Regalen kaufen können. Damit war der Anfang gemacht.





Nun sind 25qm nicht gerade viel Platz, deswegen muss jeder Zentimeter intelligent genutzt werden. Der R4 ist durchaus geeignet, um auf engem Raum zu restaurieren. Er lässt sich wunderbar zerlegen.

Zusammen mit meinem Vater und meinen Kumpel Sören haben wir die ca 90kg schwere Karosserie auf das selbstgebaute Holzgestell geschoben-da waren natürlich alle froh als es vollbracht war
Als nächstes wollte ich die Schweißarbeiten am Chassis erledigen, deshalb musste erstmal der Motor raus, damit das Chassis bequem auf Böcke gestellt werden kann. Dazu im nächsten Blogeintrag.





Mittwoch, 2. November 2016

Anbauteile restaurieren, reparieren und putzen


Es gibt viele Kleinteile an einem Auto. Für die Reparatur dieser brauch es keiner Werkstatt. Deshalb habe ich mich um ein paar Teile in meiner werkstattlosen Zeit gekümmert.

Der Kühlmittelausgleichsbehälter a.k.a. Aquarium


Vorher und Nacher-macht richtig was her
Die Jahre haben schon ihre deutlichen Spuren an dem Teil hinterlassen. Innen waren grüne schleimige Reste, die an Algen erinnerten. Es fehlte nur ein Goldfisch.
Mit etwas Sand, Split und Spülmittel ging es der Pflanzenwelt im Kühlmittelausgleichbehälter an den Kragen.
Dann eine Zeit kräftig geschüttelt und von außen mit Scheuermilch geschrubbt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.



Der Heizungskühler/Wärmetauscher 

Um den Wärmetauscher auszubauen ist es erforderlich das Kühlmittel abzulassen. Mit der richtigen Anleitung ist das recht einfach. Dann die 6 Schrauben der Halteplatte lösen und die Schläuche abziehen und man hält die gesamte Heizung in der Hand. Meine habe ich zur Reinigung ausgebaut und dabei auch gleich die Dichtung erneuert und Rostspuren beseitigt.
Fliegen und Pflanzensamen sitzen in den Kühlrippen, dazu noch Rost am Blech

Die Dichtung erste ich mit Hilfe eines Stempelkissen. Damit habe ich eine Schablone gebastelt, um das 1mm-Dichtungspapier zuzuschneiden. Die Löcher habe ich mit der Lochzange und einem scharf angeschliffenem Metallrohr gestanzt.
Zusätzlich habe ich beidseitig Hylomar aufgetragen.

Dann die Blechteile gestrahlt, grundiert und

anschließend schwarz lackiert. Den Rost von der weißen Dichtung habe ich mit Backofenreiniger und Bürste runterschrubben können.

Dann habe ich passenden Schlauch als Meterware bestellt und zugeschnitten. Als Klemmen habe ich Ohrschellen/Oetikerschellen benutzt. Zum Zusammenkneifen dieser Schellen braucht man die im Bild sichtbare Spezialzange.

Anschließend habe ich getestet, ob die zwei Stufen des Gebläses funktionieren und ob der Wärmetauscher dicht ist.